…damit Politiker medienwirksam am Trauergottesdienst teilnehmen können.

Erst kürzlich ist dieser Skandal bekannt geworden, als sich einige Angehörige von Opfern des Berliner LKW-Attentates auf einen Weihnachtsmarkt mit zahlreichen Toten und Verletzten anläßlich eines Empfanges beim scheidenden Bundespräsident Gauck 2 Monate später darüber beschwerten, dass​ ihnen durch Sicherheitskräfte der Zugang zur der Trauerfeier in der Gedächtniskirche verweigert wurde mit dem Hinweis darauf, dass​ viele hochrangige Politiker anwesend seien.

Auch wurde dabei bemängelt, dass​ es noch nicht mal eine Gedenkminute im Bundestag gegeben hätte, keine Fahnen auf Halbmast, nichts was entfernt an offizielle Trauer über Opfer eines terroristischen Massenmordes erinnerte wie beispielsweise in Frankreich nach den Anschlägen von Paris oder Nizza.

Als besonders pietätlos wurde dabei auch empfunden, dass​ als erstes ein Gebührenbescheid vom Gerichtsmediziner kam.

Das Erste, was Angehörige vom Land Berlin erhalten hätten, sei nicht etwa ein Kondolenzschreiben des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) gewesen, sondern eine Rechnung der Gerichtsmedizin mit der Aufforderung, innerhalb der gesetzten Frist zu zahlen; ansonsten werde ein Inkassounternehmen das Geld eintreiben.

Auch angesichts des dröhnenden Schweigens der Medien hierzu fehlen mir ganz ernsthaft die druckfähigen Worte um dies zu kommentieren.

Martin Rohweder – Quelle: Metropolico 19.02.2017

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